Unser Weg

Kiesgewinnung heißt Verantwortung

Zurück zur Natur – das ist im Kieswerk Birkenbühl keine Floskel. Uns reicht es nicht, nur den regionalen Bedarf an mineralischen Rohstoffen zu decken. In der Kiesgewinnung gehen wir wichtigen und aufwändigen Prozessen nach, um die vorübergehenden Abbauflächen in langfristig wertvolle Lebensräume für Pflanzen und Tiere zu verwandeln. Damit geben wir wieder zurück, was wir für unsere menschliche Existenz nutzen durften. Und zwar als Biotope in ökologischer Vielfalt.

Unsere Haltung im Umweltschutz

Bedarfsdeckung – mehr nicht!

Wir gewinnen Kies mit Bedacht – nicht mehr, als tatsächlich gebraucht wird. Unsere Förderung richtet sich nach dem realen Bedarf des Marktes in unserer Region nördlich des Bodensees, damit wertvolle Ressourcen effizient genutzt und Landschaftsräume nachhaltig geschont werden. Nicht mehr und nicht weniger.

Fallende Steine
Kiesgrube von oben

Mission kurze Wege

CO2-Ersparnis ist heute wichtiger denn je. Deshalb ist es ein bedeutender Vorteil, dass unsere Kiesförderung lokal geschieht. Dadurch halten wir die Wege kurz und sorgen für eine schnelle, dezentrale Versorgung von Hoch- und Tiefbauunternehmen sowie Privatpersonen in der Region. Damit reduzieren wir Emissionen auf ein Minimum – effizient und nachhaltig.

Waldweg
Waldausblick

Für vielfältige Lebensräume

Eine Kiesgrube ist nicht nur ein Ort der Rohstoffgewinnung. Bereits während der Förderung begründet sich ein wertvoller Lebensraum für Tiere und Pflanzen. Seltene Arten finden hier genau die Bedingungen, die sie zum Überleben brauchen. So liebt der Sandlaufkäfer warme, offene Böden, während die Uferschwalbe in den steilen Wänden der Kiesgruben ihre Nester baut. In kleinen Wasseransammlungen legt die seltene Kreuzkröte ihren Laich ab. Der Flussregenpfeifer nutzt freie, unbewachsene Kiesflächen, um dort ungestört zu brüten.

Vogel am füttern
Biene die Necktar trinkt
Schmetterling auf einer Blume

Rohstoffe leben weiter

Durch moderne Recyclingverfahren lassen sich heute bis zu 90 Prozent von mineralischen Rohstoffen wiederverwenden. Das bedeutet: Was einmal abgebaut wurde, ist nicht „verbraucht“. Vielmehr kann das Material in neuen Bauprojekten wieder eingesetzt werden. Dadurch schonen wir natürliche Ressourcen und minimieren den Bedarf an Neuabbau.

Backsteine

Mutterboden für neues Leben

Besondere Bedeutung hat beim Kiesabbau der Schutz des Mutterbodens. Er ist nicht nur für Tiere und Pflanzen eine wertvolle Lebensgrundlage. Mutterboden spielt eine entscheidende Rolle im Wasserhaushalt. Er filtert Regenwasser, speichert Nährstoffe und trägt zur natürlichen Reinigung des Grundwassers bei. Deshalb entfernen wir ihn besonders schonend und lagern ihn in sogenannten „Mieten“ ein. So bleibt dieser erhalten und kann nach Ende des Abbaus wieder zurückgeführt oder an anderer Stelle sinnvoll eingebracht werden.

Bagger am arbeiten

Renaturierung und Rekultivierung

Zeitgemäß, verantwortungsvoll, ökologisch: Erst gewinnen wir mineralische Rohstoffe für deren Einsatz zum Wohle des Menschen. Danach rekultivieren und renaturieren wir die Flächen zum Wohle der Natur. Für uns ist das viel mehr als die reine Erfüllung gesetzlicher Auflagen.

Unser Ziel für einen intakten Naturkreislauf lautet, die gestellten gesetzlichen Anforderungen zu übertreffen. Wir setzen alles daran, Mensch und Natur die Flächen nicht nur in der geforderten „gleichen Art und Güte“ zurückzugeben, sondern sie sogar noch zu verbessern.

Dabei gleichen wir den vorübergehenden Eingriff in die Landschaft unter strenger Kontrolle aus, um neue, wertvolle Lebensräume entstehen zu lassen. Hier unterscheiden wir zwischen den Maßnahmen zur Renaturierung und jenen zur Rekultivierung der Bodenflächen.

Die Renaturierung macht die Natur von ganz alleine. Denn sie erobert sich ihr Terrain zurück, wenn die genutzten Flächen ihrer eigenen Entwicklung überlassen werden. Durch den natürlichen Kreislauf werden aus unseren Abbaustätten ein unberührter Lebensraum, der es auch bleiben darf.

Bei der Rekultivierung kümmern wir uns um gesetzlich vorgeschriebene gestalterische Maßnahmen, um die Wiederherstellung von naturnahen Lebensräumen für Tiere, Pflanzen und Menschen zu schaffen. Das Ergebnis: Wälder, Wiesen, Naherholungsgebiete oder landwirtschaftliche Flächen.

Blumen
Waldwiese
Büsche
Kleines Bäumchen
Wald von unten
Schilf

Gewann „Schnekenhag“ auf Gemarkung Überlingen am Ried

An dieser ehemaligen Kiesgewinnungsstätte wurde einschließlich der ehemaligen Zufahrtsstraße in das Kieswerk Birkenbühl die Fläche durch Auffüllung mit Erdaushub von Baustellen aus der Umgebung auf das ursprüngliche Geländeniveau gebracht. Rund 75 Prozent der Rekultivierungsfläche wird heute ackerbaulich genutzt. Sie wurde im Jahr 2012 vom Landratsamt eingehend begutachtet und abgenommen. Die restliche ehemalige Abbaufläche „Schnekenhag“ wurde in drei zeitlich versetzten Abschnitten mit heimischen Gehölzen aufgeforstet. Vom Kreisforstamt in Konstanz werden die Kulturen jährlich begangen und beurteilt. Dabei wurde der Waldaufforstung in allen Abschnitten ein Anwuchsanteil von mindestens 90 Prozent und allgemein ein sehr guter Zustand bescheinigt.

Gras
Wiese
Blumen auf einer Wiese

Gewanne „Birkenbühl“ und „Anweisen“

Seit 1990 wurden ehemalige Kiesabbauflächen nach vorangegangener Wiederherstellung der ursprünglichen Geländeform durch Auffüllung sukzessive wieder in Waldflächen überführt. Die Aufforstung von Jungkulturen wird bis zur Entlassung aus der Rekultivierungspflicht vom Landratsamt sorgfältig überwacht.

Wiese mit Blick zum Wald
Busch
Blumenwiese

Orchideenstandort „Ödenbühl“ auf Gemarkung Überlingen am Ried

Das Kieswerk Birkenbühl hat im Gewann „Ödenbühl“ auf Gemarkung Überlingen am Ried als Ausgleichsmaßnahme die Wiederherstellung eines ehemaligen Orchideenstandortes umgesetzt. Die Maßnahme beinhaltet eine gezielte Gehölzpflege, die in zeitlich geeigneten Abständen wiederholt wird. Bereits nach kurzer Zeit hat sich der Erfolg eingestellt: Es konnten sich wieder heimische Orchideenarten entwickeln, die dem „öden Bühl“ – einem trockenen, eiszeitlichen Moränehügel – wieder zu dem Orchideenstandort in der Umgebung verholfen haben. Inzwischen hat sich auf der Fläche sogar Enzian angesiedelt. Darüber wurden hier 0,7 Hektar wiederaufgeforstet sowie die 0,7 Hektar Biotopstrukturen mit Sukzessivbewuchs angelegt, wie zum Beispiel so genannte Stubbenwälle, welche aus Wurzelstöcken bestehen. Diese begrünen sich von selbst und bieten zahlreichen Tierarten Unterschlupf sowie Nahrungs- und Brutmöglichkeiten.

Lila Blumen
Wald von unten
Wiese

Erlenwald

Das ehemalige Abbaugebiet Erlenwald befindet sich derzeit in der Rekultivierungsphase. Bisher wurden dort rund vier Hektar wiederaufgeforstet. Eine blühende artenreiche Zwischenbegrünungsmischung bietet vielen Insekten- und Vogelarten Lebensraum und Nahrung. Der angepflanzte Laubmischwald wächst recht gut. Auch die beigemischten seltenen Baumarten wie die Elsbeere und der Speierling entwickeln sich sehr gut. Bereits nach sechs Jahren konnte der erste Rekultivierungsabschnitt aus der Rekultivierungsverpflichtung entlassen werden. Die Bewirtschaftung wird damit vom Eigentümer übernommen. Der zweite aufgeforstete Abschnitt wurde 2022 ebenfalls nach nur sechs Jahren wieder zur Bewirtschaftung an den Eigentümer übergeben.

Wald von oben
Wald mit ausblick auf ein Dort

Wer profitiert von unserem Naturschutz

Blumenwiese

Für die Menschen

Ob Baggersee als Naherholungsgebiet oder Mischwald mit einer Vielfalt an Pflanzen- und Tierarten: Viele unserer ehemaligen Kiesabbaustätten sind heute beliebte Erholungsräume mit einem hohen Freizeitwert für Anwohner und Freizeitsuchende.

Baum auf einer Wiese

Für die Pflanzen und Tiere

Seltene und bedrohte Arten finden in renaturierten und rekultivierten Flächen ideale Lebensbedingungen und neue Rückzugsorte, um sich in geschützter Form fortzupflanzen. Dabei können wir die biologische Vielfalt im Vergleich zum Zustand vor dem Abbau oftmals verbessern.

Blumen im Wald

Für die Gewässer

Wir planen Renaturierungsmaßnahmen so, dass sie im Einklang mit dem Grund- und Oberflächenwasser stehen und dieses positiv beeinflussen. Oft verbessert sich die biologische Vielfalt im Vergleich zum Zustand vor dem Abbau.

Schilf und Wasser

Für gesunde Böden

Dank ihrer Filter- und Speicherfunktion sind Böden für Mensch und Tier lebenswichtig. Durch eine schonende Lagerung von wertvollem Mutterboden erhalten wir seine Qualität bzw. stellen sie wieder her und bringen ihn nach dem Abbau wieder zurück an seinen Ursprungsort.

Vertrocknetes Gras und Berge

Für Kulturgüter und Landschaftsbild

Abbauflächen werden während und nach der gesamten Abbauarbeiten geschützt und verschiedenen Lebewesen zugänglich gemacht. Wir achten darauf, dass sich die renaturierten Flächen harmonisch in die Umgebung einfügen und sorgen so für ein ausgewogenes Landschaftsbild.

See und Wießenbereich

Für das Klima und die Luftqualität

Renaturierte Flächen haben einen positiven Einfluss auf das Klima und tragen wesentlich dazu bei, die Luft gesund und rein zu halten. Denn das dort angesiedelte Mikroklima aus vielen Pflanzen produziert Sauerstoff, was zu einer hohen Qualität der Luft beiträgt.

Bäume

Unser weiteres Engagement für die Natur

Fallende Steine

Förderung von Natur- und Umweltprojekten

Wir übernehmen noch mehr Verantwortung – für die Natur und für die Region: Über die Renaturierung unserer Abbaustätten hinaus ist uns das Engagement für die Natur sehr wichtig. Darum unterstützen wir verschiedene Umweltschutzprojekte der Region.

Sandhaufen mit Büschen oben

Amphibien-Laichgewässer

Da sind wir gerne mit dabei: Zur Fortpflanzung brauchen Amphibien flache, stille Gewässer ohne Fischbesatz. Der Förderverein UmweltZentrum Stockach legte darum mehrere spezielle Laichgewässer für Frösche und Lurche an. Acht Flachwasserteiche wurden auf dem Gelände des Pestalozzi Kinder- und Jugenddorfs Wahlwies geschaffen sowie ein vorhandenes Gewässer optimiert. Die Laichgewässer liegen in lichten Wäldern sowie auf sonnigem, strukturreichem Grünland – für Lebensräume mit hoher ökologischer Vielfalt. Besonders der Laubfrosch, der Springfrosch und die Gelbbauchunke profitieren von diesen neuen Habitaten.

Schilf vor einem See

Soziales Engagement

Wer Rohstoffe aus der Natur gewinnt, trägt Verantwortung – auch für die Menschen vor Ort. Deshalb unterstützen wir verschiedene Vereine und Organisationen in vielfältiger Weise, etwa den Kindergarten Herz-Jesu in Singen-Hegau und das Kinderhaus in Mindersdorf. Beide Einrichtungen leisten jeden Tag Großartiges für die Generation von morgen – von der familienorientierten Regelbetreuung bis zum therapeutischen Angebot. Weiterhin bedenken wir das Singener Frauen- und Kinderschutzhaus, um Frauen und Kindern eine Zuflucht zu ermöglichen, die misshandelt werden oder davon bedroht sind. Außerdem haben wir das Präventionsnetzwerk Kinderchancen in Singen, das sich aktiv gegen Kinderarmut engagiert, mit monetärer Unterstützung bedacht. Auch für die Tafel in Singen engagieren wir uns. Sie rettet Lebensmittel, hilft Menschen in schwierigen Lebenssituationen, fördert den Zusammenhalt in der Gesellschaft und ist für uns auch ein Ort der Begegnung im Netzwerk der Singener Sozialrunde. Zudem unterstützen wir die Organisation Ärzte der Welt mit einem Beitrag zur verbesserten gesundheitlichen Versorgung in Afrika und die Notfallhilfe Ukraine, um deren Bevölkerung mit lebensnotwendigen Gütern, medizinischer Betreuung und Schutz vor dem Winter zu versorgen. Besonders am Herzen liegt uns unsere Spendenaktion für das Pestalozzi Kinderdorf Stockach. Die Kinder haben mit viel Kreativität Steine und kleine Betonplatten bemalt, aus denen wir unsere Weihnachtskarten gestaltet haben. Eine Aktion, die zeigt, wie aus kleinen Dingen etwas Großes entstehen kann.

Kind am malen
Gemalte Kunstwerke
Kind am malen